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Asthma, Heuschnupfen, Neurodermitis & Co

Wie Lebensstil und Allergierisiko zusammenhängen

wellness_beauty_02Allergien haben in Deutschland in den letzten Jahren stark zugenommen. Inzwischen ist jeder vierte Bundesbürger davon betroffen. Professor Dr. Christoph Schempp, Oberarzt an der Universitäts-Hautklinik Freiburg, erklärt die Ursachen und wie man das Risiko, an einer Allergie zu erkranken, senken kann.

 

 

1.  Herr Professor Schempp, wie kommt es, dass die Anzahl der Allergiker in den letzten Jahren so stark angestiegen ist?

Wir haben in den letzten Jahren eine starke Zunahme von Kontaktallergien, zum Beispiel gegen Duftstoffe oder Terpentin, beobachtet. Vor allem aber nehmen Allergien vom Soforttyp wie Neurodermitis, Heuschnupfen und Asthma zu. Die Zunahme der Allergien vom Soforttyp hat etwas mit dem so genannten "westlichen Lebensstil" zu tun. So nahm zum Beispiel nach der Wiedervereinigung in Deutschland in den östlichen Bundesländern die Allergiehäufigkeit kontinuierlich zu und hat heute fast das gleiche Niveau wie im Westen erreicht. Die Experten sind sich bisher noch nicht ganz einig, welche Faktoren hier am wichtigsten sind. Eine zentrale Rolle spielen sicher die zunehmende Luftverschmutzung in Ballungsgebieten und die stärkere Pollenbelastung durch die Klimaerwärmung.

 

2. Warum treten Allergien auch bei Kindern heute so oft auf?

Das Ganze ist sehr komplex. Es gibt zum Beispiel eine große Studie, die in The Lancet erschien, und in der Waldorf-Kinder mit Kindern aus nicht-anthroposophischer Erziehung verglichen wurden. Die Waldorf-Kinder hatten signifikant weniger Allergien. Diese Studie legt nahe, dass in kinderreichen Familien mit vorwiegend lactovegetabiler Ernährung und geringer Zahl von Impfungen weniger Allergien auftreten. Eine entscheidende Rolle spielt natürlich auch die Ernährung: Fast Food, raffinierter Zucker, Nahrungszusatzstoffe und Geschmacksverstärker sind ebenfalls Risikofaktoren. Kinder, die nicht gestillt wurden, eine erbliche Allergiebelastung haben und deren Eltern rauchen sind dabei besonders gefährdet, eine Allergie vom Soforttyp zu entwickeln.

Das Ganze ist sehr komplex. Es gibt zum Beispiel eine große Studie, die in The Lancet erschien, und in der Waldorf-Kinder mit Kindern aus nicht-anthroposophischer Erziehung verglichen wurden. Die Waldorf-Kinder hatten signifikant weniger Allergien. Diese Studie legt nahe, dass in kinderreichen Familien mit vorwiegend lactovegetabiler Ernährung und geringer Zahl von Impfungen weniger Allergien auftreten. Eine entscheidende Rolle spielt natürlich auch die Ernährung: Fast Food, raffinierter Zucker, Nahrungszusatzstoffe und Geschmacksverstärker sind ebenfalls Risikofaktoren. Kinder, die nicht gestillt wurden, eine erbliche Allergiebelastung haben und deren Eltern rauchen sind dabei besonders gefährdet, eine Allergie vom Soforttyp zu entwickeln.

 

3. Gibt es eine Möglichkeit das Risiko von Allergien zu vermindern?

Eltern können das Allergierisiko Ihrer Kinder verringern, indem sie bekannte Allergene in der Nahrung und in der Umgebung reduzieren und nicht in der Wohnung rauchen. Außerdem kann der Kontakt mit potentiellen Nahrungsmittelallergenen in einer sensiblen Phase der Entwicklung vermieden werden, wenn ein Baby nach der Geburt mindestens vier Monate lang gestillt wird. Wichtig ist auch eine rhythmische Gestaltung der Lebensführung. Bei der Pflege haben wir mit Calendula sehr gute Erfahrungen gemacht. Vor allem bei der Pflege im Windelbereich, denn die enthaltenen Wirkstoffe beruhigen die Haut.

 

4. Welche Rolle spielt dabei die Calendula?

Die Calendula ist eine Pflanze, die Wärmekräfte in sich sammelt, vor allem im Blütenbereich. Das zeigt die intensiv rot-orange Färbung der Blüte, ein Zeichen für einen hohen Anteil an Carotinoiden. Seit vielen Jahrhunderten ist sie für ihre Heilkräfte bekannt. Aber erst in den letzten Jahren hat man die bedeutsamen Wirkstoffe der Calendula gründlich untersucht und charakterisiert. In den Blüten sind so genannte Faradiol Monoester enthalten, das sind Stoffe, die antientzündlich und reizlindernd wirken. Das wirft natürlich ein bedeutsames Licht auf die Calendula in der Wundheilung.

 

5. Worauf sollte man bei der Pflege allgemein achten?

Babyhaut ist besonders empfindlich, da sie viel durchlässiger und weniger widerstandsfähig als die Haut des Erwachsenen ist. Besonders geeignet für die Pflege empfindlicher Haut sind pflanzliche Öle in nicht zu fetten Formulierungen. Gleichzeitig sollten Körperpflegeprodukte gerade bei Kindern keine synthetischen Zusatzstoffe enthalten und ohne konventionelle Emulgatoren oder Konservierungsstoffe auskommen. Auch künstliche Parfümöle sollten vermieden werden. Wichtig sind dagegen natürliche Fette, vorwiegend pflanzliche Öle mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Besonders wertvolle und hautverträgliche Öle sind Mandel- und Jojobaöl.

 ( quelle Professor Dr. Christoph Schempp )
( Foto http://www.beautypress.de )

 

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