Bach-Blüten und Bach-Blütentherapie
Die Bach-Blütentherapie ist nach dem Arzt Edward Bach benannt worden. Sie gehört zu den alternativmedizinischen Verfahren und basiert auf der Annahme, dass jede Krankheit auf einer seelischen Störung basiert. Bach beschrieb zunächst 19, später 38 Gemütszustände, die zu körperlichen Beschwerden führen können. Aus Blüten und Pflanzenteilen wurden Tinkturen hergestellt, die dann in Wasser verdünnt als Essenzen verkauft wurden. Gerade durch die starke Verdünnung der Blüten spricht man den Bach-Blüten jede Wirksamkeit ab. In Studien konnte man im Vergleich zu Placebos keine Wirksamkeit feststellen.
Aus wissenschaftlicher Sicht gilt die Therapie als unwirksam, eine Wirkung ist bisher nicht bestätigt. Experten sehen die Gefahr, dass Krankheiten nur mit Bach-Blüten behandelt werden und eine fehlende andere Therapie die Krankheit verschlimmert. Die Therapie wurde in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelt und verschwand schnell in der Bedeutungslosigkeit. In den 70. Jahren des letzten Jahrhunderts wurde sie im Esoterikbereich wiederentdeckt und durch die Presse bekannt gemacht. Ganz besonders bekannt wurde sie durch die Moderatorin Margarethe Schreinemakers, die in gleich 3 Sendungen darüber berichtete. Die eher unkritische Darstellung ließ die Nachfrage nach Bach-Blüten stark ansteigen.
Die Bach-Blüten werden aus 37 verschiedenen Essenzen hergestellt. Jede Essenz wurde einem Gemütszustand zugeordnet. Zusätzlich wurde eine Kombination von 5 Essenzen als Notfalltropfen für akute Belastungen gemischt.
Durch das Bekanntwerden der Bach-Blüten entwickelten sich Produkte die an den Essenzen angelehnt sind. So gibt es mittlerweile Heilsalben und Badezusätze. Da sich das Interesse an Wellness in den letzten Jahren immer stärker entwickelt hat, sind alternative Methoden für das Wohlfühlen des Körpers immer stärker im kommen und immer mehr nachgefragt.
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