Autogenes Training
Das autogene Training ist eine Entspannungstechnik um Stress und psychosomatische Beschwerden zu lindern und zu heilen. Sie hat sich aus der Hypnose entwickelt und beruht auf Autosuggestion. Die Technik wurde von dem Berliner Psychiater Heinrich Schultz entwickelt und erstmals 1927 vorgestellt. Das autogene Training gehört nicht zu den bekannten Wellness Anwendungen, kann aber viel für das Wohlbefinden von Körper und Geist tun.
Grundlage für das autogene Training ist die Vorstellungskraft der Menschen und sich mit Hilfe dieser Vorstellungskraft in eine tiefe Entspannung zu versetzen. Das autogene Training kann von Erwachsenen und Kindern angewendet werden. Die ursprüngliche Technik wurde im Laufe der Jahre weiterentwickelt und die Wirksamkeit durch verschiedene Studien bewiesen.
Das autogene Training wird bei Nervosität, Schlafstörungen und innerer Unruhe angewandt. Durch die Übungen wird die innere Ruhe gefördert. Bei Kindern kann eine deutliche Besserung der Konzentrationsfähigkeit und damit der schulischen Leistungen erreicht werden. Wenn Kopfschmerzen, Bluthochdruck und Verdauungsstörungen keine körperliche Ursache haben handelt es sich möglicherweise um psychosomatische Beschwerden. Diese Beschwerden können mit Hilfe des autogenen Trainings gelindert werden oder sogar ganz verschwinden. Wer abnehmen, das Rauchen oder Trinken aufgeben möchte kann seine Bemühungen mit autogenem Training unterstützen. Sicheres Auftreten im Beruf, in der Öffentlichkeit oder im sportlichen Wettkampf können gefördert werden. Allgemein kann man sagen, dass die Leistungsfähigkeit durch regelmäßiges Training ansteigt. Sehr gute Erfolge wurden bei Patienten mit häufigen Migräneanfällen erreicht.
Das autogene Training sollte man unter fachkundiger Anleitung erlernen. Es werden Kurse in der Volkshochschule oder anderen Instituten angeboten. Die Kursleitung liegt häufig in der Hand eines Arztes oder Psychologen. Neben Kursen kann man auch Einzelunterricht bekommen. Die Kurse laufen über mehrere Wochen, zusätzlich sollte man täglich zu Hause üben. Es werden viele Bücher und CD´s zum Selbststudium angeboten. Die Experten halten von dieser Art des Erlernens nicht viel, sie befürchten Fehler in der Programmierung des Körpers.
Beim autogenen Training unterscheidet man die Unterstufe und die Oberstufe. Die Unterstufe dient vor allem der tiefen Entspannung. Es werden sieben Übungen durchgeführt. Mit diesen Übungen werden Ruhe, schwere Arme und Beine, eine kühle Stirn und eine ruhige Atmung und Puls erreicht. Durch regelmäßiges Training verstärken sich die Selbst-Suggestion und der Erfolg der Übungen.
In der Oberstufe sollen Psychosomatischen Beschwerden gelindert oder geheilt werden die mit der Unterstufe nicht verbessert wurden. Zusätzlich geht es um tiefe Selbsterkenntnis und Selbstwahrnehmung.
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