Nussknacker und Räuchermännchen aus dem Erzgebirge
Der Nussknacker aus dem Erzgebirge hat seine Wurzeln im Jahre 1865. In diesem Jahr soll er in der Werkstatt der Familie Füchtner das Licht der Welt erblickt haben. Ander als die Räuchermännchen aus dem Erzgebirge wurde er seit dem 19. Jahrhundert aber auch in anderen Regionen Europas gefertigt. Noch heute betreibt die Familie Füchtner eine Werkstätte in der Nussknacker hergestellt werden.
Das erste Meisterwerk aus dem Erzgebirge und seiner Volkskunst wurde in etwa 120 Fertigungsschritten produziert. Er trägt eine Krone und eine Uniform. Bei dieser Figur wurde nicht nur Holz verarbeitet. Auch Teig und Kaninchenfell wurden für die Herstellung dieses Prototypen verwendet. Der Nussknacker wurde nicht nur als Mittel zum Zweck gebraucht, sondern wurde bald auch in Literatur und Musik zum Thema. Jeder kennt wohl die Geschichte vom Nussknacker und dem Mäusekönig. Dieses Ballett hat im 20. Jahrhundert viel dazu beigetragen, die Popularität dieser Figur zu unterstützen.
Vor allem im Ausland begannen die Menschen, diese gedrechselten Meisterwerke der erzgebirgischen Holzkunst für sich zu entdecken und sie zu sammeln. Im Zuge dessen sollten die Namen Christian Ulbricht und die Steinbach GmbH nicht unerwähnt bleiben. Aufgrund ihrer modernen und abwechslungsreichen Modellpolitik gelang es ihnen mehr und mehr Freunde der Nussknacker zu finden. Neben den bekannten Figuren fertigten sie auch modernere Modelle, die vor allem in den Vereinigten Staaten Anklang fanden. Dazu zählen neben amerikanischen Präsidenten auch amerikanische Generäle und eine Vielzahl anderer bekannter und wichtiger Personen. Auch Figuren aus Büchern und Romanen wurden als Nussknacker dargestellt. Die Vielfalt der Modelle und die Tatsache, dass die Auflagen limitiert sind, sorgten dafür, dass das Werkzeug zum Nüsseknacken zum Sammlerobjekt heranwuchs. Die Nussknacker Figuren wurden zu wertvollen Geldanlagen, weil sie eine Preissteigerung durchlebten, nachdem die Produktion eingestellt wurde. Dieser Punkt war ein weiteres Argument, das die Sammelleidenschaft der Amerikaner zusätzlich vorantrieb und steigerte. Die erzgebirgischen Nussknacker sind beliebte Dekorationsobjekte zu jeder Jahreszeit. Während in den USA Nussknacker Figuren am beliebtesten sind, haben es den Deutschen Sammlern besonders die Räuchermännchen - Räuchermänner angetan. In Deutschland werden zur Weihnachtszeit besonders die duftenden Räuchermännchen bevorzugt, weil sie gegenüber dem Nussknacker auch einen gewissen Zusatznutzen durch das verglimmen des Räucherwerks und den angenehmen Duft bieten.
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