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Das römische Bad
Bei den römischen Bädern handelt es sich natürlich nicht im heutigen Sinne um eine Sauna, trotzdem haben diese Bäder eine Artverwandtschaft zur Sauna. Der Ursprung der römischen Bäder ist der hellenischen Epoche zuzuschreiben. Die jungen Hellenen sollten im „Gymnasio" , zu dem auch ein Bad gehörte, ihre geistigen Fähigkeiten trainieren und den Diskurs suchen. Aus diesen Gymnasien enstanden einige Jahrhunderte später die römischen Thermen. Die Thermen dienten aber weniger dazu den Diskurs zu suchen, sondern mehr zur Entspannung und zur Ausbildung eines athletischen Körpers der Männer.
Beim Besuch eines römischen Bades durchläuft der Besucher verschiedene Räume mit unterschiedlichen Temperaturen und Luftfeuchten. Gestartet wird im Tepidarium, der Raum hat eine Temperatur von 25 - 35 Grad und bringt den Besucher leicht ins schwitzen. Von hier aus geht es weiter ins Caldarium, dass mit eine Temperatur von 40 Grad betrieben wird. Im Caldarium werden der Luft häufig nochätherische Öle zugesetzt.
Nachdem diese beiden Räume durchlaufen sind kommt eine Abkühlungs- und Ruhephase, die häufig auch mit entspannenden Massagen kombiniert wird. Danach beginnt man wieder im Tepidarium mit dem zweiten Durchgang. Wer es besonders heiß mag kann anstelle des Caldarium das Lanconium wählen. Dies ist der heißeste der drei Räume mit ca. 50- 60 Grad.
Das römische Bad dient nicht so sehr der Hygiene sondern mehr der Entspannung und geistigen Erbauung. Die von den römischen Kaisern erbauten Bäder waren und sind zum Teil auch heute noch architektonische Meisterleistungen. Vor allem die Beheizung der Räume über im Boden verlegte Tonrohrleitungen, die großen
Kaltwasserschwimmbassins oder auch die durch große Fensteröffnungen, sonnendurchfluteten monumentalen Hallen, spiegelten die gesamte Ingenieurkunst der damaligen Zeit wieder.
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